Sonntag, 16. Dezember 2012

Nicht Waffen töten, sondern Menschen

Sofort nach den Schüssen in einer US-Schule werden wieder die bekannten Forderungen nach einem »Verbot von Schußwaffen« laut. Und Politiker, die gern einen starken Staat mit möglichst rechtlosen Bürgern, also gefügigen Untertanen, haben wollen, mit einem Wort: unsere »demokratische« Politnomenklatura, findet Gefallen an solchen Forderungen. Ein Verrückter kann zwar — Beispiele gibt es in den Kriminalstatistiken zur Genüge — auch mit eine Hacke oder einem Messer seine Opfer abschlachten oder mit ganz ordinären Steinen erschlagen. Das prinzipielle Problem von Amokläufen ist also mit einem Schußwaffenverbot nicht in den Griff zu bekommen.

Im üblichen tränendrüsendrückenden Mediengeschwurbel geht auch die höchst signifikante Tasache unter, daß die »Amokläufer« sich faktisch immer Orte für ihre Tat aussuchen, an denen sie sicher sein können, keine Waffen vorzufinden, die gegen sie verwandt werden könnten. Ein Amokläufer in einem Supermarkt in Texas könnte nämlich schon nach ein, zwei Schüssen realistischerweise damit rechnen, von irgendeinem anwesenden Kunden, der seine Pistole aus dem Halfter zieht, hinterrücks abgeknallt zu werden, denn dort gibt es eben genug Leute, die ständig mit einer Waffe rumlaufen. In Schulen, Colleges oder Krankenhäusern hingegen ist dies verboten — und interessanterweise ist das für Amokläufer scheints durchaus verlockend. Denn viele von diesen wollen zwar vielleicht unterbewußt durch die irgendwann eintreffenden Polizeikräfte den Todesschuß verpaßt bekommen (ein Amoklauf quasi als »Umweg-Selbstmord« wird von Psychologen durchaus als realistisch mögliche Motivation bezeichnet) — aber davor wollen sie ihren Haß ausleben und spektakulär mit bzw. vor ihrer Liquidation möglichst viele andere in den Tod reißen.

Und noch etwas geht in der Berichterstattung der Systemmedien fast immer spurlos unter: die Rolle, die Psychopharmaka in der Auslösung solcher Amokläufe spielen. Nicht irgendwelche »Drogen« (das gibt's natürlich auch!), sondern klassische, durch Ärzte verordnete Psychopharmaka. Dazu ein interessantes Video:


Natürlich nur Verschwörungstheorien, oder? Oder eben doch nicht? Das Strickmuster sich häufender »Amokläufe« zeigt Regemlmäßigkeiten, die einem zu denken geben. Und vermutlich nicht das, was unsere Machtkartelle gerne wollen ...

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P.S.: »Zettels Raum« behandelt in gewohnt sachlicher Weise und gebotener Kürze den medialen und politischen Umgang mit den Schüssen von Newtown. Lesenswert.

Ein Poster in »Zettels KZ« bringt noch ein treffendes Zitat von Morgan Freeman:
“You want to know why. This may sound cynical, but here’s why.

It’s because of the way the media reports it. Flip on the news and watch how we treat the Batman theater shooter and the Oregon mall shooter like celebrities. Dylan Klebold and Eric Harris are household names, but do you know the name of a single victim of Columbine? Disturbed people who would otherwise just off themselves in their basements see the news and want to top it by doing something worse, and going out in a memorable way. Why a grade school? Why children? Because he’ll be remembered as a horrible monster, instead of a sad nobody.

CNN’s article says that if the body count “holds up”, this will rank as the second deadliest shooting behind Virginia Tech, as if statistics somehow make one shooting worse than another. Then they post a video interview of third-graders for all the details of what they saw and heard while the shootings were happening. Fox News has plastered the killer’s face on all their reports for hours. Any articles or news stories yet that focus on the victims and ignore the killer’s identity? None that I’ve seen yet. Because they don’t sell. So congratulations, sensationalist media, you’ve just lit the fire for someone to top this and knock off a day care center or a maternity ward next.

You can help by forgetting you ever read this man’s name, and remembering the name of at least one victim. You can help by donating to mental health research instead of pointing to gun control as the problem.”
Und genau so ist es, in der Tat.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich bitte zu bedenken, dass das Video von einer Organisation gedreht wurde, die zu Scientology gehört. Diese Sekte wiederum macht es sich zur Aufgabe, die schulmedizinische Psychiatrie zu diskreditieren, weil sie gewissermaßen in Konkurrenz zu dieser steht.

Le Penseur hat gesagt…

@Anonym:

Mag sein, mag nicht sein — ich weiß es schlicht und einfach nicht. Aber machte dies den Hinweis automatisch wertlos?

Was ich aber sehr wohl zu wissen meine: viele Psychopharmaka werden von Ärzten unkritisch und langdauernd ohne Kontrolle verschrieben — denn genau das hat mir gegenüber ein befreundeter Psychiater im abendlichen Gespräch eingeräumt. Insbesondere der Umgang mit Depressionen und Angststörungen sei heute mehr als fahrlässig, meinte er.

Und der Mann ist ein Uniprofessor, der sich m.W. über die Wirkung bestimmter Psychopharmaka bei Depressionserkrankungen habilitiert hat — also bestimmt kein Verächter der Schulmedizin!

Sein Statement (sinngemäß): »Die ganzen alten Damen, die in unseren Praxen sitzen und irgendwelche Antidepressiva verschrieben bekommen, brauchten eigentlich nur jemanden, dem sie etwas erzählen können, und keine Tabletten! Mit denen werden sie nämlich genau das, was wir eigentlich zu bekämpfen vorgeben: depressiv!«

quer hat gesagt…

Es dürfte bekannt sein, daß in der CH sich jeder, der dort seinen dauerhaften Wohnsitz hat, legal - registrierte - Waffen mit Munition zulegen kann. Darunter fallen auch Staatsangehörige der europäischen Nachbarländer.

Schweizer sind eh' bewaffnet. Inkl. der zu Hause aufbewahrten Armeewaffen.

Ausdrücklich ausgenommen davon, sind Leute wie Türken und ähnlich gestrickte Menschen in CH. So will es das Gesetz.

Auch "Deutsche" (oder z.B. "Franzosen"), die nicht unbedingt vom Aussehen oder Namen her als solche identifiziert werden können, beißen bei (legalen) Verkäufern regelmäßig auf Granit.

Bis 2000 war es in einigen (vielen) Kantonen sogar erlaubt, legale Waffen auch in der Öffentlichkeit zu führen. Seither nicht mehr. Seitdem haben ktiminelle bewaffnete Übergriffe auf Bürger signifikant zugenommen. Entgegen der Polizeistatistik wird dieser Umstand von politisch interessierten Kreisen beharrlich ausgeblendet und bestritten.

Bemerkenswert ist, daß Einbrüche nicht nennenswert zugenommen haben. Denn da kann dem Täter durchaus eine Waffe begegnen, von der auch Gebrauch gemacht wird/werden kann.

Obwohl also fast jeder bewaffnet ist, kann kaum wildes Umherschießen vermeldet werden.