Sonntag, 27. Mai 2018

Der Kotau vor den Musel-Faschos


... den die Briten seit Jahren machen, geht inzwischen bereits bis zur Leugnung und Verhöhnung fundamentalster Grundsätze abendländischer Rechtsstaatlichkeit:
Mit einer richterlichen Verfügung ist in Großbritannien jede Berichterstattung über die Verhaftung und Ad-hoc-Verurteilung des Islamkritikers Tommy Robinson untersagt worden. Ein Agieren, das man bisher nur von totalitären Staaten kannte.
Schön langsam beginne ich um die Freiheit — nein: das Leben! — von Pat Condell zu fürchten ...



Johann Sebastian Bach: Kantate für den Sonntag Trinitatis, BWV 194





Solidarität

von Fragolin

Erdogan hat alle Türken dazu aufgerufen, ihre Euro und Dollar in Türkische Lira umzutauschen.
Glühende osmanische Patrioten wie Güngal und Özil könnten ja dem Ruf ihres hochverehrten Sultans Präsidenten folgen. Damit das leichter geht mein Vorschlag an ihre Clubs: bezahlt die Beiden gleich in Türkischer Lira, zum tagesaktuellen Tauschkurs.

Angsthasen und Schlafschafe

von Fragolin

Endlich hat es eine Studie zutage gefördert, „wie AfD-Wähler ticken“.
Und da erfahren wir interessantes.

Während die überwiegende Mehrheit der Deutschen optimistisch in die Zukunft blickt, haben die Mitglieder, Anhänger und Wähler der AfD Angst vor dem, was kommen könnte. „Wenn das so weitergeht, sehe ich schwarz für Deutschland“ – diesem Satz stimmen nur 33 Prozent der Bundesbürger zu, aber 83 Prozent der AfD-Anhänger.“

Nun ist das mit der Statistik so eine Sache. Statistik lügt nicht. Niemals. Sie schafft immer eine klare Aussage. Die klare Aussage oben lautet: 33% der Deutschen bzw. 83% der AfD-“Anhänger“ stimmen dem Satz zu: „Wenn das so weitergeht, sehe ich schwarz für Deutschland.“
Nicht mehr und nicht weniger.
Der Haken ist eher der, wie man den Inhalt des Satzes interpretiert.
Hier erfolgt das nach der Schablone: Wer dem zustimmt, der ist von Angst getrieben, wer dem nicht zustimmt, sieht die Zukunft optimistisch.

„Schwarz sehen“ heißt aber, mit Besorgnis in die Zukunft zu schauen. Besorgnis ist aber nicht Angst. Besorgnis kann sogar ein Antrieb sein, ein Motor, der alle Kraft darauf fokussiert, es nicht dazu kommen zu lassen, dass es so weitergeht. Kraft und Mut zur Veränderung. Als die DDR zusammenbrach, haben im Osten Deutschlands auch alle gesagt, wenn es so weitergeht, sehen wir schwarz – und sind auf die Straße gegangen und haben sich dem damaligen Regime entgegengestellt. Das Ergebnis war das genaue Gegenteil von Angst – das Bewusstsein, Schlimmes abwenden zu müssen, setzt Energie frei und schafft Mut.

Aber hier wird Besorgnis sofort zu Angst umgemünzt. Das ist Rabulistik wie aus dem Lehrbuch. Denn der Satz spricht automatisch alle an, die mit Mut und Entschlossenheit eine Veränderung anstreben; man erkennt das Ziel, dass sie dem zustimmen und dies dann zu Angst umgedeutet wird, damit die Propagandakonsumenten den lächerlich schlotternd mit dem Aluhut unter dem Küchentisch kauernden Angsthasen vor Augen haben und nicht den mutigen und entschlossenen Kämpfer gegen den Niedergang der Demokratie unter dem Merkel-Regime. Sonst hätte man ja die Frage nur so zu formulieren brauchen: „Empfinden Sie Angst, wenn Sie an die Zukunft Deutschlands denken?“
Hat man aber nicht.

Und dass sich unter denen, die die bestehenden Zustände mit Sorge betrachten und eine Änderung herbeiführen möchten, besonders viele befinden, die, eben weil sie etwas ändern wollen, nicht die CDU oder SPD wählen sondern AfD oder Linke, ist reine Logik, war deshalb vorhersehbar und somit kann man davon ausgehen, dass der ganze Sinn dieser Studie darin bestand, über eine geschickte Formulierung und spätere freche Umdeutung des kompletten inhaltlichen Sinnes einfach billige Propaganda im Stil der DDR zu produzieren. „Wie Konterrevolutionäre ticken“ oder so. Vorgestellt von Karl Eduard von Schnitzler.

Es ist also nicht so, dass besonders viele Angsthasen AfD wählen, das ist nur die rabulistisch ausfabulierte Propaganda, zu deren Zweck die Studie offenbar stattfand, sondern besonders viele mit den heutigen Zuständen Unzufriedene und sich deshalb gegen das bestehende Regime Auflehnende wählen AfD. Man hat nicht nur den Sinn umgedeutet, sondern auch Ursache und Wirkung verdreht. Nicht AfD-Wählen schafft Angsthasen sondern Mut zur Veränderung schafft AfD-Wähler.

Dagegen sind die Anhänger von CDU und CSU die Optimisten in Person: Nur 14 Prozent sehen für die Zukunft schwarz.“

Natürlich. Weil die, die konsumsediert und problemblind durch Buntschland schlafwandeln, weiter brav ihre Raute wählen. Und das werden beständig weniger. Auch hier: Ursache und Wirkung. Nicht CDU-Wähler sind besonders optimistisch, sondern die, die Angst vor Veränderung haben oder sich mit dem System arrangiert haben, wählen CDU.

AfD-Wähler hätten ein deutlich anderes Weltbild als Unionsanhänger.“

Natürlich. Weil die meisten „Unionsanhänger“, die einst an eine Veränderung aus dem liberalen Block der Union glaubten, unter Merkels Regime aus Intriganz, Konkurrenzvernichtung und Speichelleckerei zur AfD übergelaufen sind. Die Spaltung hat bereits stattgefunden und die Fronten sind geklärt: die, die zufrieden mit Merkel in ihrer Führerpartei sind, bleiben ihr treu und sehen auch die Zukunft unter ihrer Matrone rosig; die, die eine Zukunft mit Merkel nicht rosig sehen und lieber eine Zukunft ohne Merkel wollen, sind zur AfD abgewandert.
Diese Studie gibt der Union nun wieder Rückenwind, sie können sich, wie sie es immer wieder brauchen, als die besseren Menschen feiern. Denn für die Hintermänner dieses Vereins sind schlafende Schafe besser als aufblickende und aufbegehrende.

Zusätzlich löse die AfD bei den Wahlberechtigten insgesamt „Angst, Verzweiflung, Resignation und Unbehagen aus“, heißt es in der Studie.“

Ach, da ist sie doch noch, die Angst. Aber eben nicht bei den AfD-lern sondern genau bei all jenen, die die AfD nicht wählen. Also nicht die AfD-ler haben Angst vor der Zukunft, sondern alle haben Angst vor der AfD. Da können sich die Medien freuen, ihre Kampagnen funktionieren.

Ach ja, die Konrad-Adenauer-Stiftung (der arme Mann dreht sich im Grabe), die diese „Studie“ durchgeführt hat, ist der führende Propagandakasten der CDU, seit Kurzem unter Führung des gleichen Herrn Lammert, der als Ex-Bundestagspräsident durch eine billige Herumtrickserei in den Statuten dafür sorgte, dass die ihm zutiefst verhasste AfD nicht den Alterspräsidenten des Bundestages stellen kann, auch wenn sie den ältesten Abgeordneten in ihren Reihen hat. Wer aus reinem Hass gegen die AfD so billig mit der Demokratie herumpfuscht, dessen Verein wird in jeder Studie zu der Überzeugung geraten, dass nicht nur die eigenen Wähler die tollsten, optimistischsten, wunderbarsten der ganzen Welt sind, sondern auch die der AfD die miesesten und muffigsten. Nichts anderes haben wir erwartet.
Auftrag erfüllt, die Medien pauken die Propaganda begeistert durch und alle sind glücklich.

Samstag, 26. Mai 2018

»Die Menschen haben gesagt, dass wir eine moderne Verfassung für ein modernes Land wollen«


... meinte Irlands »konservativer« Premierminister Leo Varadkar zum sich abzeichnenden Votum der Volksabstimmung, mit dem das Verbot der Abtreibung aus der Verfassung gekippt wird. Ach, wie schön! Die, die's nicht betrifft — wer abstimmen konnte wurde evidentermaßen nicht abgetrieben, sonst könnte er's ja nicht — bestimmen über das Lebensrecht derer, welche an der Abstimmung ebenso evidentermaßen nicht teilnehmen können.

Sowas ist aber keineswegs »modern«, sondern die lang geübte Praxis aller möglichen ideologischen Herrschaftssysteme. Bekanntlich konnten Nazis darüber bestimmen, ob Juden »endgelöst« werden dürfen. Oder die Bolschewiken, die Nicht-Bolschewiken (bspw. in der Ukraine, aber keineswegs nur dort) durch Entzug jeglicher Nahrungsmittel »holodomorisierten«. Oder die p.t. Anhänger der Religion des Friedens, ob die Kuffar abgeschlachtet oder als Halbsklaven dahinvegetieren werden ...

Irland wurde wegen der Religiosität der Bevölkerung, die für ihren katholischen Glauben auch unter den brutalen Verfolgungen durch protestantische Engländer vielfach das Martyrium der verlockend angebotenen Konversion vorzogen, in der Vergangenheit bisweilen auch als »Insel der Heiligen« bezeichnet. Aber immerhin, eines steht fest: auch nach diesem Referendum ist Irland immer noch eine Insel. Die — so ist es wenigstens geplant — künftig Kinder bis zur zwölften Woche abtreibt, wenn es gewünscht wird. Die nächste Abstimmung über die Legalisierung der Euthanasie wird nur eine Frage der Zeit sein.

Na, was für ein Fortschritt ...


Die »Dirndlkoalition« in Salzburg steht

...und DiePresse jubiliert:
Die Koalitionsverhandlungen in Salzburg sind abgeschlossen. Das Ergebnis: Eine Dreierkoalition aus ÖVP, Grüne und NEOS. Die Farben der Parteien erinnern an die Farben eines Dirndl-Kleids. 
Nun ja: wenn eine vor der Wahl mitregierende Partei wie die Salzburger GrünInnen vom Wähler auf weniger als die Hälfte reduziert wird, dann erinnert das Andienen an den Wahlsieger, um doch noch an den Futtertrögen der Macht zu bleiben, durchaus an etwas: nämlich an Polithurerei. Und das servile Verhalten der Neos im Bemühen, endlich, endlich in einer Regierung sitzen zu dürfen, schlägt in dieselbe Richtung.

»Dirnenkoaltion« wäre vermutlich zutreffender gewesen: zwei Hurenparteien samt breit lachendem Freier, die sich zu einem politischen Dreier vereinen — ein Sittenbild östereichischer Politik, wie's besser nicht gezeichnet werden könnte ...


Na, liebe Wähler — habt ihr das wirklich so gewollt?

Weiter geht‘s

von Fragolin

Die angekündigte Juni-Offensive der Völkerwanderung, die zweite Welle, ist im Anrollen. Die Zeichen verdichten sich.
Die Ausweichrouten über den Balkan sind fertig und der Ziegenfreund schickt uns wieder mehr Geschenke.

Die Elite der Schmarotzer

von Fragolin

Strache hat es mal wieder geschafft, dass die linke Journaille tobt. Na gut, dazu muss er nur in einem beliebigen Straßencafe in Wien einen Kleinen Braunen bestellen, oder noch besser gleich drei, aber diesmal hat er es mal wieder gewagt, die Wahrheit zu sagen, die im postfaktischen EU-Doppeldenk die Lüge ist, denn dass sich Europa brutal gegen anbrandende Schutzerflehende hermetisch abschottet, ist ja bekanntlich die Lüge, die die Wahrheit ist, während die Tatsache, dass die EU einen Fährdienst für Migranten betreibt, die Wahrheit ist, die die Lüge ist.
Man merkt, Orwell hätte seine Freude daran, zu sehen, wie seine finstere Dystopie einer auf Hirnwäsche, Sinnumkehr und Tatsachenverdrehung beruhenden Volksverdummung und Volksverschafung in der Praxis des einundzwanzigsten Jahrhunderts mit nur wenigen Jahren Verzug Realität geworden ist, wächst, blüht und gedeiht.

Also, was hat Strache gesagt?

Die derzeitige Aufgabenstellung der Grenzschutzagentur sei "alles andere als ein Grenzschutz", sondern eher "Schlepperaktivität in modernem Sinn", hatte Strache am Mittwoch im Hinblick auf Seenotrettungen von Flüchtlingen erklärt. Frontex würde Flüchtlinge aus dem Meer fischen und nach Europa bringen...“

Die ehrenamtlich unter schwersten Bedingungen unermüdlich im fernen Brüssel für unser Wohlergehen Kämpfenden sind außer sich! Wie kann er es nur wagen?!
Wo doch eindeutig festgeschrieben steht, dass Frontex Menschenleben retten muss, das ist offizieller Teil des Mandats! Seltsamerweise. Denn eigentlich ist das internationales Seerecht: Wenn die ein Schiff in Seenot entdecken oder Ertrinkende sehen, müssen sie sofort helfend eingreifen. Und jedes Land muss diese Rettung unterstützen. Das ist einfach internationales Recht. Dann sind die Geretteten in den nächsten Hafen zu bringen, der sie auch aufnehmen muss, zur Not holt sie die Küstenwache an der Seegrenze ab.
Die EU schreibt jedoch vor, dass die Geretteten unbedingt in einen hunderte Seemeilen entfernten EU-Hafen gebracht werden müssen. Also was machen sie? Sie fischen Migranten aus dem Meer und bringen sie nach Europa und vollenden damit auf unsere Kosten die Arbeit jener Schlepper, die die Belohnung dafür schon kassiert haben. Die letzte Etappe des Thriatlons ist erreicht, wer es bis hierher überlebt hat, darf in die EU.

Heinz Becker von der ÖVP tobt:
"Genau jetzt Frontex zu kritisieren, wo das neue EU-Budget die massive Aufstockung von Frontex von 1.500 auf 10.000 Mann vorsieht, erschließt sich mir in keiner Weise."

Oh, dem Mann kann ich gerne helfen: Wenn 1.500 Mann (wieso eigentlich Mann, es arbeiten dort genug Frauen…) bisher ausschließlich Seenotrettung als Fährdienst nach Europa betrieben haben, werden 10.000 den Färhdienst also versiebenfachen. Es werden durch die Aufstockung also nicht die Grenzen dichter gemacht, sondern der illegale Grenzübertritt sogar noch intensiviert.
Die Aufstockung verschlimmert die derzeitige Situation also noch, wenn sie unter den derzeitigen Bedingungen stattfindet. Als da wären: strikte Anweisung, keine Migranten zurückzubringen sondern alle in EU-Häfen, weil sie sonst nirgends „sicher“ wären, sowie Verpflichtung, jedes Asylbegehr sofort als solches anzuerkennen und den Begehrenden auf EU-Land zu bringen. Es muss also nur ein einziger auf dem ganzen lecken Kahn mit 200 als strammen jungen Männern getarnten ausgemergelten Frauen und Kindern das Zauberwort „Asyl“ stammeln, und schon geht die ganze Kiste nach Italien.
Und so sieht das dann aus: Rettung von 200 ausgemergelten Verzweifelten per Frontex nach Europa.

Was hat es aber mit diesem Gedöns nach „Sicherheit“ auf sich?
Die EU, also der gleiche Verwaltungsapparat, der weder einen funktionierenden Grenzschutz aufbauen noch den eigenen Bürgern Sicherheit geben kann, muss erst auf afrikanischem Boden Kolonien „Sicherheitszonen“ errichten, um den anbrandenden Menschen Orte der absoluten Sicherheit zu schaffen, bevor man darüber nachdenken kann, „Gerettete“ an die Küste zurückzubringen, von der sie gestartet sind. Diese Menschen haben also einen Anspruch auf Zonen der Sicherheit.
Das finde ich aus zwei Punkten sehr interessant.

Erstens, weil der ob seiner Kompetenz zum deutschen Außenminister aufgestiegene Herr Maas in seiner Funktion als damaliger Justizminister(!) Deutschlands, in der „SZ“ die juristisch vollkommen einwandfreie Aussage tätigte:
Es gibt kein Grundrecht auf innere Sicherheit.“
Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages kam schon zehn Jahre früher zu der Erkenntnis, dass das stimmt. Aber er erkannte auch, dass es sich bei der Sicherheit, wenn schon nicht um ein Grundrecht, so doch um eine verpflichtende Aufgabe des Staates handelt. Menschen schlössen sich freiwillig zu einem Staatswesen zusammen, um sich zu verteidigen, und deshalb sei das Schaffen von Sicherheit für seine Bürger eine Kernaufgabe jeden Staates.
Es gibt also kein Grundrecht auf Sicherheit, aber Sicherheit für seine Bürger zu schaffen ist Kernaufgabe eines Staates. Nirgends steht, dass der Staat oder auch ein Vertragsverbund aus mehreren Staaten die Verantwortung dafür trägt, dass die Bürger anderer Staaten auf dem Gebiet anderer Staaten in Sicherheit gebracht werden müssten. Das hat keinerlei rechtliche Grundlage, ist als nichts als Dummschwätz und Moralkeule.

Zweitens, und das ist der in meinen Augen dickere Brocken, maßt sich die EU ganz offen an, als einzige Schutzmacht für Menschen aus Afrika auftreten zu können. Nur sie, die moralisch ausgereiften und Humansimus schon vormittags mit dem Fernet Branca in der Parlamentskantine aufsaugenden Weißen Männer und Männerinnen der von lästigen demokratischen Fesseln befreiten Obersten Verwaltungsbehörde, können armen Menschen auf der ganzen Welt Sicherheit und Wohlergehen schenken wie portugiesische Seefahrer den primitiven Bastrockträgern glänzende Glasmurmeln und prickelndes Feuerwasser. Sie müssen erst die Herrschaft über „Zonen“ in den Staaten der Primitiven erringen, um den Armen dort Schutz und Wohlergehen schenken zu können. Die Primitiven in Afrika sind dazu nicht in der Lage, wir wissen ja, die kennen nur Prügel, Folter und schnackseln gerne. Denen müssen wir unseren Schutz und Segen bringen, den Boden weihen und unsere Kirche, äh, Asylberechtigungsverteilungsstelle daraufsetzen, damit die Primitiven Afrikas dann auf geregelten Routen in das Paradies der Weißen Europäer gescheffelt werden können, wo sie endlich teilhaben können an unseren Errungenschaften.

Wenn das nicht aus vollstem Herzen und mit tiefer Insbrunst gelebter Rassismus ist, geboren aus der Präpotenz einer sich selbst als Elite verstehenden Schmarotzerkaste, die ohne das Steuergeld der hart Arbeitenden nichts wären? Und diese Rassisten, die sich an einem menschenverachtenden Triathlon medial ergötzen, der beginnend mit einer Wanderung durch die Wüste über eine lebensgefährliche Schlauchbootfahrt in einem bequemen Fährdienst zu einem EU-Hafen führt, in dem Willi Wonkas Goldenes Ticket winkt, und der jedes Jahr hunderte, wenn nicht tausende Todesopfer fordert, die entweder Verdursten oder Ertrinken, wollen sich aufplustern über einen, der ihnen die Wahrheit ins Gesicht sagt? Natürlich, müssen sie ja, denn das eigene Gewissen, so sie eines hätten, würde ihnen sonst schlaflose Nächte bereiten bei der Erkenntnis, es mit einer Denkweise zu tun zu haben, die nur Verlierer produziert. Und Tote. Nach den Ertrunkenen dann noch zusätzliche Erstochene, Gesprengte, Erschossene, Plattgefahrene.
Aber das ist denen egal.
Denn sie sind die Elite.
Die Elite der Schmarotzer.

Ach ja, ein Schmankerl habe ich noch.
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher ist empört über Straches Aussagen: "Ist es Unwissenheit, pure Ignoranz oder der übliche FPÖ-Reflex, gegen die EU zu pöbeln, was den Vizekanzler zu diesen Beschimpfungen treibt?““

Liebe Rote, eben weil das Nennen der einfachen Wahrheit, denn inhaltlich könnt ihr Strache an keinem Punkt widerlegen, euch zum Toben bringt und ihr allen Ernstes sofort von „Pöbelei“ poltert, wenn einer die Tatsachen beim Namen nennt, seid ihr weg vom Fenster, und das hoffentlich für lange. Der übliche SPÖ-Reflex ist nämlich das Pöbeln gegen Strache, selbst dann, wenn seine Aussagen inhaltlich vollkommen korrekt sind. Denn wem es aufgefallen ist, nicht einer derer, die gegen Strache antoben, kann mit Fakten aufwarten, die ihn widerlegen. Geht nicht.
Wahrheit ist Lüge und Lüge ist Wahrheit.

Freitag, 25. Mai 2018

»Schubert goes Bruckner«

... könnte man das musikalische Werk eines »großen Unbekannten« der österreichischen Musik des 19. Jahrhunderts übertiteln. Die Rede ist von Johann Rufinatscha, einem Tiroler Komponisten, der die meiste Zeit seines musikalischen Schaffens in Wien lebte und u.a. mit Johannes Brahms befreundet war. Die Qualität und Originalität seiner Musik erkennt man am besten aus seiner letzten, der 6. Symphonie in D-Dur (1865):


Wie der vieler anderer »Kleinmeister« wurde auch sein posthumer Ruf durch den Schatten der beiden antipodischen »Giganten« im Wien jener Zeit — Brahms und Bruckner — verdunkelt, und bis vor wenigen Jahren war sein Name außer in Expertenkreisen (und, vielleicht, hochpatriotischer Tiroler) praktisch vergessen, und nur langsam ist jetzt die eine oder andere seiner Symphonien auf Tonträgern verfügbar.

Die Überschrift dieses Gedenkartikels aus Anlaß der 125. Wiederkehr des Todestages von Johann Rudfinatscha wird bestätigt, wenn man sich seine 1. Symphonie, die er als Konsesrvatoriumsstudent mit 22 Jahren schrieb, anhört — eine Talentprobe, in der es gehörig »schubertelt«:


Welchen stilistischen Weg dieser Komponist durchmaß, erkennt man an seinen (angeblich) letzten Orchsterwerk, der »Dramatischen Ouvertüre« (1878), von der man vermutet, daß sie zu Lebzeiten des Rufinatschas nie aufgeführt wurde — warum auch immer: an mangelnder Qualität kann es nicht gelegen haben:


Rufinatscha war einer der gesuchtesten Kompositions- und Musiktheorielehrer seiner Zeit, vielleicht liegt auch darin ein Grund, warum er vergleichsweise wenig zum komponieren kam. Nach seinem Tod geriet er schnell in Vergessenheit. Und wohl zu unrecht, wie diese kleine Erinnerung beweisen möchte ...


Die DSGVO


... hat zu einem merklichen Kahlschlag unter den Blogbetreiber geführt: eine ganz Reihe von im linken Side-Bar verlinkten Seiten ist nicht mehr direkt aufrufbar, sondern nur mehr für »eingeladene Gäste«. Nun, vielleicht sehe ich das ganze etwas zu entspannt, aber ich denke mir: zu Tode gefürchtet ist auch gestorben!

Was soll denn prinizipiell großartig passieren, wenn jemand sich auf das Thema »Datenschutz« im Zusammenhang mit dem LP-Blog beruft? Hier gibt es keine AdSense- Werbeklicks, hier werden keine Newsletter versandt, hier sind meinerseits die einzigen »Daten«, die ich — notwendigerweise! — speichere, allfällige Daten von Kommentarpostern, die diese mit ihrem Kommentar bekanntgeben. That's it.

Ja, mag sein, daß Google die Daten der Besucher in irgendeiner Weise nutzt — nur: darauf habe ich exakt NULL Einfluß! Somit sehe ich das eher als Problem von Google an, das mir eine kostenlose Plattform anbietet, auf einer Website von Blogger meine Gedanken zu äußern.

Wichtiger ist m.E. viel eher, daß man den Aasgeiern der Rechtspflege, dem Berufsstand der »Abmahnanwälte« (und ähnlichen Arschöchern) die Arbeit möglichst schwer macht. Und das ist mit einem anonym betriebenen Blog doch weitgehend der Fall. Wenn man diesen Blog auch noch anonym gestartet hat, und nur mit Anonymisierungssoftware aufsucht, dann wünsche ich den Typen viel Spaß beim Abmahnen. Ja, sie können diesen Blog via Klagsdrohung gegen Blogger vielleicht zudrehen, aber das war's dann auch schon. An meine private Identität werden sie in beweisbarer Form schwerlich herankommen.

Klar, wenn der US-Geheimdienst unbedingt wissen will, wer dieser LePenseur ist, dann wird er es herausbekommen — allerdings vermutlich auch das nicht in »gerichtsfester« Beweislage. Was nicht viel hießt, wenn sie einen, weil lästig, einfach umlegen und im nächsten Baggersee versenken. Dafür allerdings ist mein Blog wohl nicht bedeutend genug — und ich weiß jetzt nicht, ob mich das freuen oder ärgern soll ... ... daher rufe ich meinen bloggenden Kollegen einfach zu: 


»Stay cool!«



Modern Times

von Fragolin

Nun also Morgan Freeman. Man sieht, dass alte reiche Männer, egal ob Weiße wie Weinstein oder Farbige wie Freeman, noch immer bei Frauen begehrt sind. Früher mal boten sie bereitwillig an, alten Männern die Zunge in den Hals zu stecken und im Gegenzug dafür ihr Konto plündern zu dürfen.



Heute muss ihnen nur einfallen, irgendwann vor vielen Jahren mal abschätzig angegafft worden zu sein, und fertig ist der „#metoo“-Skandal.
Und dann wundern sie sich, wenn keiner mehr was mit Frauen zu tun haben will? Wenn Firmen keine Frauen mehr einstellen, weil kein Chef Lust hat, sich nach Jahren mit irgendwelchen Märchen herumschlagen zu müssen, die gesellschaftliche Reputation aufs Spiel zu setzen und an irgendwelche hysterischen Kreischweiber ihr ganzes Vermögen zu verlieren? Wenn Männer in keinen Lift mehr steigen, in dem eine Frau steht oder demonstrativ aussteigen, wenn eine einsteigt?
Und gleichzeitig verteidigt eine Vorzeige-Femanze bei Maischberger die unflätigen Weiberbeschimpfungen eines Bushido.

Tja, Mister Freeman, Sie haben da was falsch gemacht.
Diese Weiber muss man anscheinend beleidigen, anpöbeln, in dunkle Ecken ziehen und ihnen dann das Hirn rausvögeln, dann fühlen sie sich wohl. Aber vielleicht mal in den Ausschnitt schielen und nur eine kesse Bemerkung fallen lassen – tja, das zieht nicht.
Unsere Neubürger haben das begriffen. Wir müssen das wohl wieder lernen.

In einem anderen Fall habe er 2013 am Set von „Die Unfassbaren“ gegenüber zwei Frauen unangemessene Kommentare über deren Körper abgegeben.“

Vielleicht war das Problem eher, dass die Kommentare angemessen waren und deren Bekleidung nicht?

Die Frauen hätten sich dem Bericht zufolge genötigt gesehen, keine eng anliegende Kleidung mehr zu tragen.“

Wer weiß, das war vielleicht auch besser so?

Donnerstag, 24. Mai 2018

Mentaler Feinstaub II, oder: Ich brat mir eine Extrawurst

von LePenseur


Die Grünfriedlichen — Experten in Sachen Leutebesch*ß und Spendenabzocke — haben etwas herausgefunden, was DiePresse zum Anlaß eines bedenkentragenden Artikels nimmt (was sie dafür sonst nimmt, wissen wir nicht und wollen es vielleicht auch gar nicht wissen ...):


Das "Geheimnis" der Extrawurst

Greenpeace hat die Lieblingswurst der Österreicher untersucht: Nur 14 Prozent der getesteten Ware ist garantiert gentechnikfrei. Auch Bio-Würste enthalten Zusatzstoffe. 

Eigentlich wollen wir es gar nicht wissen - denn wer lässt sich schon gern sein Lieblingsgericht vermiesen? Und die Extrawurst ist - nach Schinken - die Lieblingswurst der Österreicher. Greenpeace hat dennoch genau nachgesehen und die Brühwurst, von der jährlich über 8.600 Tonnen im Lebensmittelhandel verkauft werden, zum Thema eines neuen Reports gemacht. Dabei wurden nicht nur viele Zusatzstoffe gefunden, sondern die Herkunft des Fleisches und der geringe Bioanteil des millionenfach per Semmel verspeisten Produkts ermittelt.
(Hier weiterlesen)
Dem fachlich hochkarätigen Artikel entnehmen wir u.a., daß Pökelsalze das Wachstum von Bakterien hemmen (ach, wer hätte sowas bloß gedacht! Ich glaubte immer, das sei nur wegen der rosa Farbe in Verwendung), und werden mit dem gewünschten Erziehungsziel einer veganen bzw. vegetarischen Ernährung vertraut gemacht:
Den Konsumenten rät Greenpeace abschließend - zum Wohl der eigenen Gesundheit und des Planeten - zu einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung, mit viel Obst, Gemüse sowie Hülsenfrüchten und maximal etwa 300 Gramm Fleisch pro Woche. 
Dem Planeten Erde wird es schnurzegal sein, ob bzw. wie viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte ich esse (Moment mal — bei den Methangasen, das mein Darm diesfalls produziert, wäre selbst das in der verqueren Sichtweise der Grünlinge nicht so sicher!), denn bei einem Rotationsellipsoid von ca.  12.700 km Durchmesser ist die Biosphäre, die – selbst wenn man den Marianengraben und den Mount Everest als Extremwerte nimmt – gerade mal ca. 20 km mißt, in planetarischem Maßstab ein Klacks ...

DiePresse-Leser geizen daher in ihren Kommentaren nicht mit – leiser wie lauterer – Süffisanz:

BerufsSkeptiker

Resümee dieses Artikels:
Alle Würste waren in Ordnung. Nur ultraorthodoxe Bio-Fundamentalisten haben über dies und das zu Meckern. 
Nurejew

Na wir haben ja den freien Welthandel und die Globalisierung. Viele Schweine und Rinder exportieren wir ins Ausland. Und da regt sich wer auf, wenn umgekehrt Produkte nach Österreich importiert werden?
Übrigens: ohne Konservierungsmittel keine Wurst. So ist es auch bei BIO-Würsten.
feizi

Greenpeace verunsichert nur die Konsumenten. Noch nie haben die Menschen länger gelebt als jetzt. Ausgewogene Ernährung ist wichtig. Aber nicht ob bio oder konven-tionell. Bio ist eine Religion geworden aber auch nicht mehr.
schlichtwegdumm

BIO...ist keine Religion! Es ist für die Industrie der Zug zum Aufspringen um mit noch lausigern Argumenten noch mehr Geld zu verdienen.
Wie schon der Niavarani in seinem Kabarett-Programm sagt:
Bio ist ned besser! Nur um 30% teurer! 
Indrid Cold

Und BIO ist auch der Zug für die vollständige Industrialisierung der Nahrungsmittel. Ein paar Prüfpflichten mehr (selbstverständlich nur in teuren Laboren durchführbar) die eine oder andere Hygieneverordnung, die von den Produzenten auch jeweils ein paar wissenschaftliche Befunde forder, oben drauf und es wird bald keine kleinen Produzenten mehr geben. Die können sich nämlich, wenn sie mit den Konzernprodukten preislich mithalten wollen, die teuren Untersuchungen nicht leisten und wenn die einpreisen, sind sie sowieso hin...

PS: Natürlich, ein paar handverlesene Edelnahrungsproduzenten, die ihre Produkte zu Fantasiepreisen für die Eliten anbieten, wird es schon auch in Zukunft geben. Wir aber werden künftig nur mehr Industriefraß zur Verfügung haben - dafür aber keimfrei und bio. Um diese Entwicklung vorauszusehen, muss man kein Prophet sein. Man braucht nur über den Atlantik zu blicken...
Nun, offenbar ist der Widerstand gegen 5-6 »Veggie-Tage« pro Woche – darauf liefe nämlich die von den Grünlingen empfohlenen Maximalmenge (!!!) von 300 g Fleischprodukten pro Woche hinaus! – doch ziemlich massiv ...




Ein Klavierkonzert

... wurde heute vor dreißig Jahren, am 24. April 1988, nach jahrzehntelanger Vergessenheit im Münchener Herkulessaal wieder aufgeführt:


Mitja Nikisch, Sohn des gefeierten Dirigenten Arthur Nikisch, war Pianist und in seiner höchst ungewöhnlich verlaufenden Musikerkarriere ein für damalige Zeiten fast einzigartiger Grenzgänger zwischen »klassischer Musik« (er war ein bekannter Chopin-Interpret) und »Jazz«, Gründer und Leiter eines Tanzorchesters. Sein Klavierkonzert, das er knapp vor seinem frühen Tod 1936 vollenden konnte, ist sicherlich sein Hauptwerk, und vermag uns – trotz (oder gar: wegen?) seiner beinahe »anachronistischen« Stilistik – zu faszinieren.

Mentaler Feinstaub

von Fragolin

Unsere Umweltministresse Lissi Köstinger will zur Förderung der hochgelobten E-Mobilität endlich starke Signale setzen. Wer in einem brandneuen (haha) Akku auf Rädern durch die Welt rollt und damit das Klima retten will, soll fürderhin im IG-L-Hunderter (das ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Autobahn zur Rettung der Eisbären und wohl auch Igel, der entgegen der schnöden Verwaltungsstrafe wegen Geschwindigkeitsübertretung zu einer saftigen Umweltstrafe bei Schnellfahren führen kann) volle Kante brettern dürfen. Der klimabewusste eisbärenrettende Bobo von Welt genießt es in seinem Tesla, dem weltenzerstörenden Drecksack im verbrennungsbrummelnden Porsche überholend den moralischen Stinkefinger zu zeigen – das ist das Motivationsniveau der besserwissenden Parteifunktionäre und A-Beamten, die sich von ihren üppigen Steuergeldbezügen auch gerne einen Tesla leisten können.

"Denn wieso sollte ein Tempolimit, das zur Reduktion von Luftschadstoffen aktiviert wird, für emissionsfreie E-Fahrzeuge gelten?"


Vielleicht weil man uns jahrelang erklärt hat, dass es eben nicht um die Emissionen geht, sondern um Reifenabrieb und dessen Aufwirbeln durch schnelle PKWs? Das sieht man ja auch daran, dass die LKW, die den eigentlichen Mist ausblasen, sowieso hundert fahren, egal ob der IGL-Hunderter leuchtet oder nicht.
Die gute Frau glaubt allen Ernstes, dass sich Leute wegen ein paar Minuten früher ankommen ein weit teureres E-Auto kaufen, anstatt einfach fünf Minuten früher loszufahren, indem sie eine Regel noch komplizierter macht, die sowieso meistens für die Fisch‘ ist. Denn dass der IG-L-Hunderter gar nichts bewirkt, sieht man auch an folgendem Beispiel:

Südlich von Graz leuchtet der Hunderter gerne und auch gerne mal lange auf. Manchmal auch nicht. Interessanterweise bleibt er manchmal bei schönstem windfreien Sonnenschein dunkel, leuchtet dafür umso heller in stundenlangem Nieselregen. Wie kann das kommen, dass bei klarem Wetter und starkem Verkehr weniger Reifenabrieb und Feinstaub aufgewirbelt wird als in drückendem Nieselregen? Ganz einfach, weil dieser Hunderter genau gar nichts bewirkt. Das Langsamfahren ist nicht die Aktion, die zu weniger Feinstaub führt, sondern die Reaktion, die auf höheren Feinstaub erfolgt. Der Feinstaub an den innerstädtischen Messstellen selbst kommt von ganz woanders her und nicht von einer Straße, die kilometerweit außerhalb der Stadt verläuft.
Von so einem aktionistischen Alibi-Schwachsinn sind keine Ausnahmen zu beschließen sondern dessen ersatzlose Abschaffung.

Als Zusatz noch eine kleine Recherche über eine typische Familienkutsche:
Kangoo Maxi Diesel: ab ca. 22.000 Euro, für 8 Jahre Tankkosten für 160tkm ca. 12.000 Euro.
Kangoo Maxi ZE: mit Batterie ab ca. 37.000 Euro plus einmalig Wallbox plus Ladekosten etc.
Selbst nach acht Jahren ist der permanent vollgetankte Diesel billiger als der Elektrische, und da ist wie gesagt noch nicht mal dessen Laden dabei. (Zum Thema Herkunft des Stromes, Energiebilanz von Solarpaneelen und Recycling von Windrädern sga ich mal nix.)
Das dauert an der Normalsteckdose gerne 13 Stunden, mit der teuer zu installierenden Wallbox immer noch 6 Stunden, "Schnellladen" an der Tanke ist in ein bis zwei Stunden zu haben und dann fährt das Kastenbrot maximal (!) 200 km weit. Sollte nicht allzu bergig sein, die Strecke.
Mit dem Diesel schafft man pro Füllung knappe 1.000 km und das Nachtanken dauert fünf Minuten. Und das Harnstoffnachfüllen fällt weniger auf als das vom Scheibenwaschwasser.

Wenn ich mal eben nach Venedig kutschen möchte, was mit meinem Kleinen Klopfer ein Tagesausflug ist, schaffe ich das mit einer Tankfüllung. Mit so einem ZE müsste ich auf jeder Tour, also Hinfahrt wie Rückfahrt, und noch einmal in Venedig selbst, den Kübel an die Steckdose stöpseln. Jedesmal mindestens für eine Stunde. Allein die Fahrten werden damit je Richtung eine Stunde länger. Zwei Stunden, die mir in Venedig fehlen. Dafür darf ich mit der ganzen Familie auf einer langweiligen Tanke mitten in der Pampa herumhängen. Dafür zahlt man gerne tausende Euro mehr, oder?

Und diese ganze Rechnung soll ich vergessen, wenn ich dafür im IG-L-Hunderter 130 fahren darf? Was die Reichweite von der Kutsche auch noch massiv senkt?
95% der Österreicher haben nicht das Geld jener Leute, die so einen Schmarrn ablassen, sondern umgekehrt: diese Politiker und Apparatschiks leben von dem Geld, das den Österreichern zum Tesla fehlt, weil es ihnen vorher vom Staat abgeknöpft wurde. So gerüstet lassen sich leicht Eisbären retten, die meisten kleinen Leute retten erstmal ihr eigenes Fell.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Heute ist es auch schon wieder vierhundert Jahre her



... daß der sogen. »Zweite Prager Fenstersturz« stattfand. Es handelt sich zwar, wie DiePresse — vermutlich um die zu befürchtende Verhetzung durch Antitschechiten (oder: Antibohemianiten?) im Keime zu ersticken — keineswegs um ein Prager Alleinstehungsmerkmal, auch anderorts wurde bisweilen defenestriert. Dennoch: da insgesamt drei solcher Fensterstürze in einer verhältnismäßig kleinen Stadt dokoumentiert sind, ist zumindest eine statistisch signifikante Neigung zu diesem Vorgehen schwer abzustreiten.

Wer sich in der heutigen Politruk-Szene so umsieht, könnte fast bedauern, daß manche Formen, das Mißfallen mit einer Regierung auszudrücken so gänzlich außer Gebrauch gekommen sind. Doch andererseits: verwundert es einen angesichts der wegen der ständig laufenden Klimaanlagen gar nicht öffenbaren Hochsicherheitsverglasungen heutiger RaubritterRegierungsburgen ...?